Immobilien-News – Gärtner Immobilien

Steuern & Finanzierung: Themenspecial: Gute Renditen bei Solaranlagen

In einem aktuellen Special hat sich Stiftung Warentest mit der Investition in eine Solaranlage befasst. Denn durch die neuen Speicherungsmöglichkeiten ist der Kauf einer Solaranlage wieder rentabler geworden. Die Testergebnisse haben gezeigt: Bei der aktuellen Preislage für Solaranlagen können Hausbesitzer in den nächsten 20 Jahren eine Rendite von mehr als 5 Prozent erzielen.

Zum einen werden die Erträge durch die eigene Nutzung des erzeugten Stroms erzielt, durch die etwa 26 Cent pro Kilowattstunde (kWh) eingespart werden können. Zum anderen kann der überschüssige Strom an andere Netzbetreiber für rund 12 Cent pro kWh weiterverkauft werden – garantiert für 20 Jahre.

Ob sich eine Investition lohnt und welche Rendite am Ende übrigbleibt, kann mit dem aktuellen Special berechnet werden. Mit einer einfachen Überschlagsrechnung kann zudem festgestellt werden, ob die Anlage auf Dauer Gewinne verspricht. Außerdem wird erklärt, wie man als Betreiber einer Solaranlage Steuern sparen oder Investitionen abschreiben kann. Weitere Informationen sind unter Solartechnik erhältlich.
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Politik & Wirtschaft: Grundsteuer: ifo Institut empfiehlt Bemessung nach Flächen

Bereits seit einiger Zeit fordern Branchenverbände und Experten die Reformierung der Grundsteuerberechnung. Hierzu hat das ifo Institut nun eine klare Empfehlung zu einer Berechnung nach Flächen ausgesprochen. Geeignet sei eine Kombination aus Grundstücks-, Wohn- und Nutzfläche, um den zu besteuernden Wert festzulegen.

Wertbasierte Berechnungen bringen laut ifo Institut dagegen erhebliche Probleme mit sich: Zum einen müssten zur Verwendung der aktuellen Verkehrswerte diese erst mit hohem Kostenaufwand bestimmt werden. Zum anderen würden wertbasierte Steuermodelle zu einer enormen Umverteilung der Grundsteuerlast führen – private Eigentümer sowie Mieter in Großstädten würden hierbei deutlich mehr belastet werden als bisher.

Auch der Eigentümerschutzbund Haus & Grund hält den flächenbasierten Ansatz („wer mehr Fläche hat, zahlt mehr“) für ein gerechtes Modell. Noch bis 2025 hat der Gesetzgeber nach dem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts Zeit, eine neue Berechnungsgrundlage zu beschließen und die Grundsteuer zu reformieren.
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Baubranche: WEG: Bauexperten empfehlen fachlichen Rat

Wohnungseigentümergemeinschaften erfreuen sich besonders bei Senioren immer größerer Beliebtheit. Denn hierbei werden die Vorteile von Immobilieneigentum mit weniger Pflichten und Verantwortlichkeiten kombiniert. Allerdings müssen die Mitglieder auch mehr auf andere Miteigentümer Rücksicht nehmen, teilt der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) aktuell mit.

Und eben diese gemeinschaftliche Verantwortung ist es, weswegen es immer wieder zu Streitigkeiten innerhalb einer WEG kommt. In einem aktuellen Fall hatte beispielsweise ein Rollstuhlfahrer den Einbau einer Rampe beantragt, den alle Eigentümer mittragen sollten. Das Gericht entschied jedoch, dass die Eigentümergemeinschaft die Möglichkeit erhalten muss, alle Baumaßnahmen und deren Konsequenzen beurteilen zu können und Alternativen abzuwägen.

Da die wenigsten Wohnungseigentümer Bauexperten sind, empfiehlt der VPB daher, bei solchen Entscheidungen einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen, der die WEG berät und unter Berücksichtigung aller bautechnischen Fakten die beste Lösung für alle Beteiligten findet.

Quelle: VPB
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Energieeffizienz: Frischer Wind: Mehr Effizienz durch Ventilatoraustausch

Veraltete und ineffiziente Ventilatoren in Raumlufttechnischen Anlagen sind dem Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK) zufolge wahre Energieschleudern. Im Rahmen einer Informationskampagne soll Betreibern von Nicht-Wohngebäuden aber auch privaten Hauseigentümern daher das hohe Einsparpotenzial bei einem Geräteaustausch nähergebracht werden.

Etwa 12,9 Millionen Tonnen CO2 sollen energetischen Inspektionen zufolge insgesamt durch moderne Ventilatoren eingespart werden können. Mit praktischen Beispielen machen die Kampagneninitiatoren deutlich, dass sich je nach Gebäudeart und Anlage bis zu 50 Prozent Energie einsparen lässt. Aufgrund von staatlichen Zuschüssen liegt die Amortisationszeit einer neuen Anlage zudem bei etwa 2 Jahren.

Da etwa 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudebereich entfällt, sehen die Energieexperten in der Erneuerung von bestehenden RLT-Anlagen hohes Einsparpotenzial. Würden darüber hinaus alle bei den energetischen Inspektionen bei Klimaanlagen empfohlenen Maßnahmen umgesetzt werden, könnten deutschlandweit sogar bis zu 12,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Quelle: Fachverband Gebäude-Klima e. V.
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Facility Management: Überwachungskameras: Mieter muss zustimmen

Auch wenn sich Vermieter mehr Sicherheit und Kontrolle über ihr Mietshaus wünschen, dürfen sie keine Überwachungskameras oder Attrappen ohne Zustimmung der Mieter auf ihrem Grundstück installieren. Notfalls können Mieter laut einem aktuellen Urteil des Amtsgerichts Detmold den Abbau der Geräte vor Gericht einfordern (AZ 7 C 429/17).

Wie der Infodienst Recht und Steuern der LBS aktuell mitteilt, stehen die Persönlichkeitsrechte über dem Sicherheitsbedürfnis des Vermieters. Im vorliegenden Fall war es in der Vergangenheit immer wieder zu Diebstählen gekommen, woraufhin der Vermieter mehrere Kameras auf seinem Grundstück angebracht hatte, die bereits vor Einzug der Mieter vorhanden waren. Die Mieter fühlten sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und verlangen den Abbau der Kameras.

Das Gericht stimmte nun den Mietern zu und ordnete an, die Kameras zu entfernen. Dies gelte ebenfalls für die Attrappen, die einen „unzumutbaren Überwachungsdruck“ hervorrufen würden. Aufgrund seiner Sehbehinderung habe der Mieter zudem bei der Besichtigung nicht unbedingt alle Kameras sehen können – der Vermieter hätte vielmehr von sich aus darüber informieren müssen.
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Guter Rat: Wohntipp: So vermeiden Sie Krankheitserreger in Ihrem Zuhause

Nicht alle Infektionsherde finden sich in den eigenen vier Wänden wieder. Allerdings lassen sich oftmals unangenehme Magen- oder Darmerkrankungen vermeiden, indem man ein paar einfache Hygieneregeln beachtet.

Zunächst einmal bietet die Küche die meisten Risiken für die Bildung und Vermehrung von Bakterien und sollte täglich und vor allem gründlich gereinigt werden. Separate Reinigungstücher für Arbeitsflächen und Geschirr können bereits einen erheblichen Unterschied machen. Besonders, wenn die Oberflächen mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sollten sie gründlich gereinigt werden.

Essensreste sollten darüber hinaus nicht in der Toilette, sondern im Restmüll entsorgt werden. Sie können dort Abflussrohre verstopfen und Ungeziefer anziehen. Wer eine neue Küche plant, sollte eine moderne Lüftungsanalage und Dunstabzugshaube in Betracht ziehen – dadurch wird die Luft mit Gerüchen und Feuchtigkeit nach außen geleitet und frische Luft in die Wohnräume gelassen.
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Marktdaten: Single-Haushalte: Trend zu kleinen Wohnungen steigt

In der gesamten Bundesrepublik steigt die Nachfrage nach 1-2-Personen-Haushalten. Kleine Wohnungen nehmen mittlerweile einen relevanten Anteil am Wohnungsmarkt ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Geomap, die Kaufangebote für neue Wohnungen in den 16 Landeshauptstädten zwischen 2015 und 2018 analysiert hat.

Den Ergebnissen zufolge sank die durchschnittliche Wohnungsgröße deutschlandweit von 99 auf 95,3 Quadratmeter. Sie variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland mit teils erheblicher Differenz: Während in Kiel beispielsweise die Wohnungsgröße um 16,6 Prozent sank, stieg sie in Stuttgart sogar um 14,7 Prozent an.

Die Gründe für den Trend zu kleineren Wohnungen sehen die Marktexperten zum einen in der gestiegenen Anzahl der Single-Haushalte. Zum anderen verzichten Wohnungssuchende zu Gunsten einer zentralen Lage oder einem bezahlbaren Mietzins heute oft auf eine große Quadratmeterzahl.

Quelle: Geomap
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Baubranche: Bautipp: Vor dem Kauf Bauvoranfrage stellen!

Bauland ist ein rares Gut geworden – wer bereits einen konkreten Bebauungsplan erarbeitet hat, der vielleicht sogar mehrere Parzellen vorsieht, sollte vor Grundstückskauf eine sogenannte Bauvoranfrage einreichen. Dies rät der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB). Denn die Bauexperten wissen: nicht jedes Bauvorhaben wird auf jedem Bauland genehmigt.

Der Zusammenschluss mehrerer Familien zum Kauf eines Baugrundstücks und der späteren Aufteilung auf mehrere Neubauten ist heute zu einer üblichen Herangehensweise geworden. Bauherren sollten jedoch vor Beginn dieses komplizierten Prozesses alle Details klären: Geniesst ein bestehendes Gebäude auf dem Grundstück noch Bestandsschutz und sind alle Abstände, Höhen und Tiefen der neuen Gebäude genehmigt worden. Auch eine bestimmte Aufteilung unter mehreren Parzellen ist nicht überall erlaubt.

Der VPB empfiehlt daher, diese Fragen per Bauvoranfrage zu klären, bevor der Vertrag für das Baugrundstück unterschrieben wird. Zwar kostet eine solche Anfrage Gebühren, erspart aber im Zweifelsfall erheblichen Ärger und eventuelle Fehlkäufe.

Quelle: VPB
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Energieeffizienz: Wind und Wetter: Noch halten Wohnhäuser Belastungen stand

Der Klimawandel hat bisher bei Wohnhäusern noch keinen Einfluss auf Bauschäden oder Beseitigungskosten. Dies hat eine aktuelle Studie im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes e.V. (BSB) ergeben, die die Schadensdaten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. und der VHV-Versicherung ausgewertet hat.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die solide Bauweise von Wohngebäuden in Deutschland ausreicht, um Unwetterereignissen wie Sturm oder Starkregen standzuhalten. Allerdings gibt es regionale Unterschiede – während Gebäude in Nordrhein-Westfalen eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, mit Sturmschäden und Starkniederschlägen konfrontiert zu werden, sind in Baden-Württemberg und Bayern eher Schäden durch Hagelschläge oder Schneedruck ein Thema.

Inwieweit Extremwetterereignisse die Baubranche in Zukunft beeinflussen werden, ist laut den Studieninitiatoren noch nicht abzusehen. Bauherren wird jedoch empfohlen, die typischen regionalen Unwetterschäden mit in ihre Bauplanung einzubeziehen. Außerdem kann die Beratung durch einen Bausachverständigen und eine regelmäßige Instandhaltung des Wohngebäudes helfen, Unwetterschäden vorzubeugen.
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Facility Management: Urteil: Kastanienbaum rechtfertigt keinen Anspruch auf Carport

Das Landgericht Nürnberg-Fürth entschied in einem aktuellen Urteil, dass Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) keinen Anspruch auf den Bau eines Carports haben, wenn der betreffende Stellplatz von Kastanienfall oder Baumharz betroffen sein kann. Dies gilt auch dann, wenn ein Sondernutzungsrecht für den Stellplatz vorhanden ist (AZ 14 S 6188/17 WEG).

Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümerin geklagt, da sie von den anderen WEG-Mitgliedern den Bau eines Carports für ihren Stellplatz verlangte. Dieser befindet sich neben einem Kastanienbaum, der bereits zu Vertragsbeginn 60 Jahre alt war. Durch herabfallende Kastanien und Äste oder tropfendes Baumharz sah sich die Eigentümerin in der Nutzung ihres Stellplatzes gehindert.

Das Gericht wies jedoch die Klage ab und erklärte, dass die anderen Eigentümer nicht dazu verpflichtet seien, dem Carport-Bau zuzustimmen. Das Herabfallen der Kastanien oder Ähnlichem mag zwar lästig sein, doch bestehen andere Möglichkeiten, das Fahrzeug vor diesen Einflüssen zu schützen.
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Baubranche: WLAN in Haus und Wohnung: Die besten Techniken im Test

Heute muss nahezu jeder Raum im Haus vernetzt sein. Schwächelnde WLAN-Netze in Wohnungen und Einfamilienhäusern führen daher immer wieder zu Ärgernissen. Stiftung Warentest hat vor diesem Hintergrund drei unterschiedliche Techniken untersucht, die eine optimale Verstärkung und Weiterleitung des Netzes versprechen.

Als Beispielszenarien dienten eine Mehretagenwohnung und ein Einfamilienhaus, in denen das WLAN-Netz verstärkt werden sollte. Als Testsieger stellte sich ein preiswerter Repeater für 67 Euro heraus, der optimal mit einem Router desselben Anbieters kombiniert werden kann. Für eine große Wohnung reicht dabei bereits ein einzelner Repeater für ein zufriedenstellendes Ergebnis aus – für Einfamilienhäuser oder mehrere Etagen empfehlen die Tester zwei Geräte.

Größere Distanzen lassen sich am besten mit einem Powerline-Adapter für 135 Euro überbrücken. Ebenfalls interessant: Die stark beworbene Mesh-Technik brachte für die Tester kaum Vorteile zutage. Die Produkte waren nicht schneller, aber deutlich teurer als die Konkurrenz und verbrauchen deutlich mehr Strom. Der Test WLAN-Verstärker findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abrufbar.

Quelle: Stiftung Warentest
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Steuern & Finanzierung: Neue KfW-Förderung: Weitere Mittel für Barrierefreiheit und Einbruchschutz

Seit August können Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren in ihren Wohnräumen beantragen. Das Bundesinnenministerium (BMI) stockt die Fördertöpfe um 75 Millionen Euro auf. Auch ein verbesserter Einbruchschutz wird mit 65 Millionen Euro bezuschusst.

Nachdem im August 2017 die KfW-Zuschüsse zur Barrierereduzierung im Bad- und Wohnbereich eingestellt wurden, können Anträge nun wieder eingereicht werden. Zum einen soll damit älteren Menschen der möglichst lange Verbleib im eigenen Haus ermöglicht werden, zum anderen erforderte die anhaltend hohe Nachfrage nach einer erhöhten Sicherheit von Wohngebäuden neue Maßnahmen.

Um die Zuschüsse bedarfsgerecht abrufen zu können, empfiehlt die KfW privaten Bauherren, ihre Förderanträge bereits vor Beginn des Bauprojekts im KfW-Zuschussportal online zu stellen. Wenn alle Daten und Informationen vorhanden sind, wird innerhalb weniger Sekunden anschließend die Förderzusage erteilt.

Quelle: KfW
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Baubranche: Bautipp: Wohnräume nach Landesbauverordnung planen

Ein Hausbau ist eine komplexe und aufwendige Angelegenheit. Aus Kosten- und Planungsgründen verschieben laut Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) viele Bauherren den Dach- oder Kellerausbau auf später. Dies macht Sinn, wenn der Platz zunächst einmal ausreicht und ein weiterer Raum beispielsweise erst für die groß gewordenen Kinder benötigt wird.

Was viele Eigentümer jedoch nicht wissen: Ein Dach oder Kellerraum ist nicht automatisch als Wohnraum genehmigt, wenn die Räumlichkeiten bei Einzug anderweitig deklariert worden sind. So gelten beispielweise in unterschiedlichen Bundesländern verschiedene Mindesthöhen für Wohnräume, die eingehalten werden müssen. Zudem muss ein zweiter Fluchtweg und mancherorts sogar ein zusätzlicher Stellplatz eingeplant werden.

Die Bauexperten raten daher, Dach- oder Kellerräume von Anfang an für die spätere Nutzung entsprechend zu planen und beim zuständigen Bauamt genehmigen zu lassen. Auch beim Thema Vermietung sollten Eigentümer die Vorschriften der unterschiedlichen Länder kennen und ihre Anträge entsprechend einreichen.

Quelle: VPB
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Energieeffizienz: Solarstrom: Nachfrage um 50 Prozent höher als im Vorjahr

Im ersten Halbjahr 2018 wurden laut Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 Megawattpeak neu installiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies etwa 50 Prozent mehr neue Stromleistung durch Solarenergie. Die Gründe für die deutlich gestiegene Nachfrage sehen die Energieexperten in dem aktuellen Rekordsommer sowie den stetig sinkenden Kosten für die Installation von Photovoltaikanlagen.

Eigentümer legen laut dem Branchenverband zudem immer mehr Wert auf eine Speichermöglichkeit für den selbst erzeugten Strom, um diesen später zu nutzen oder in das öffentliche Netz einzuspeisen. Hierfür erhalten sie eine für zwanzig Jahre garantierte Einspeisevergütung bzw. Marktprämie nach dem Erneuerbaren-Energien Gesetz (EEG).

Die aktuellen Daten bestätigen die Prognosen des Verbands aus dem Frühjahr, dass 2018 erstmals seit Jahren wieder das jährliche Photovoltaik-Ausbauziel der Bundesregierung erreicht werden könnte.

Quelle: BSW Solar
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Mieten & Vermieten: Urteil: Schönheitsreparaturen nicht formularmäßig auf Mieter übertragbar

In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesgerichtshof, dass eine Vertragsklausel, die den Mieter bei Wohnungsübergabe zu Schönheitsreparaturen verpflichtet, unwirksam ist. Dies gilt auch dann, wenn der Mieter sich bei dem vorherigen Mieter dazu verpflichtet hat (AZ VIII ZR 277/16).

Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter im Zuge seiner Kündigung Schönheitsreparaturen an der Wohnung vorgenommen, die die Vermieterin jedoch als unzureichend beanstandete. Sie beauftragte einen Fachbetrieb mit der Nachbesserung und verlangte, dass der Mieter die entstandenen Kosten von 800 Euro übernahm. Dieser argumentierte jedoch, dass er nie zu der Durchführung der Arbeiten verpflichtet gewesen sei, da die Wohnung unrenoviert übergeben worden war.

Das Gericht stimmte nun aktuell dem Mieter zu. Eine Klausel, die einen Mieter zu Schönheitsreparaturen ohne entsprechenden Ausgleich verpflichtet, ist unwirksam. Auch die Renovierungsvereinbarung mit dem Vormieter hat keinen Einfluss auf das Vertragsverhältnis zwischen Vermieter und Mieter.
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Leben & Wohnen: Begrünte Fassaden: Wie Kletterpflanzen das Innenraumklima beeinflussen

Kletterpflanzen wie Efeu an der Hausfassade sorgen für ein angenehmes Innenraumklima und schützen vor großen Temperaturschwankungen. Das haben Wissenschaftler der Universität Köln sowie des Forschungszentrums Jülich in einem mehrwöchigen Vergleich von begrünten und klassisch-verputzten Fassaden aktuell herausgefunden.

Dabei zeigte sich, dass sich die Kletterpflanzen im Sommer kühlend und im Winter wärmedämmend auf die Fassaden auswirken. Bei weitem gab es nicht so starke Temperaturschwankungen wie mit den verputzten Hausfassaden. Bei Letzteren variierte die Temperatur im Sommer um bis zu 35°C, während bei den begrünten Fassaden eine Schwankung von 10 bis 13°C am Tag festgestellt wurde.

Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass Efeu gesundheitsschädliche Stickoxide absorbiert und Feinstaub filtert. Des Weiteren hat die Bepflanzung mit Efeu und anderen Kletterpflanzen einen positiven Effekt auf die Absorption des Treibhausgases CO2. Hauseigentümer sollten sich daher nicht von dem eher schlechten Image der begrünten Hausfassaden beeinflussen, sondern sich bei einem spezialisierten Handwerksbetrieb beraten lassen.

Quelle: Forschungszentrum Jülich
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Marktdaten: Gewerbeimmobilien: Schnelles Internet bleibt wichtigstes Kriterium

Einer aktuellen Umfrage von WiredScore zufolge ist eine schnelle Internetverbindung für Büros wichtiger als andere Faktoren. Bereits im Vorjahr hatte sich eine deutliche Tendenz gezeigt, bei der die Befragten eine schnelle und ausfallsichere Verbindung an ihren Arbeitsplätzen anderen Kriterien vorzogen.

So waren beispielsweise modern gestaltete Büros kaum von Interesse. Lediglich acht Prozent nannten diesen Faktor als Entscheidungskriterium. Eine gute Erreichbarkeit und Anbindung an die lokale Infrastruktur war für 31 Prozent der Befragten wichtig. Den höchsten Investitionsbedarf sehen 35 Prozent der Teilnehmer in der Kommunikationsinfrastruktur.

Der Wunsch nach einem softwaregeschützten und komfortablen Arbeiten ist den Marktexperten zufolge nachvollziehbar, da allein 55 Prozent der Teilnehmer angaben, täglich mehr als acht Stunden am Computer zu arbeiten.

Quelle: WiredScore
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Baubranche: Bautipp: Handwerker sorgfältig aussuchen!

Der Verband Privater Bauherren e.K. (VPB) empfiehlt Hausbesitzern aktuell, nicht das erste Handwerksunternehmen, das Kapazitäten frei hat, für ihre Sanierungs- und Bauprojekte zu beauftragen. Vor allem sollten sie sich Zeit nehmen, verschiedene Angebote zu vergleichen und die Unternehmen auf ihre Qualität und Zuverlässigkeit zu überprüfen.

Hausbesitzer sollten sich zunächst Referenzen einholen und ebenfalls nach der Versicherung der Firma fragen. Dies ist den Bauexperten zufolge wichtig, wenn während der Bauphase Probleme auftreten. Ist kein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden, können die Auftraggeber schlimmstenfalls auf den Kosten sitzenbleiben.

Denn dies war der Fall bei einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 9. Februar 2018 (AZ V ZR 311/16). Hierbei war das Dach bei Sanierungsarbeiten in Brand geraten und das Nachbargebäude beschädigt worden. Das Gericht entschied zugunsten des Nachbars und legte fest, dass der Auftraggeber für den Schaden aufkommen muss.

Quelle: VPB
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Energieeffizienz: Ökologische Dämmstoffe: 95% der Hausbesitzer sind zufrieden

Nahezu alle Eigenheimbesitzer, die ökologische Baustoffe zur Dämmung ihres Hauses verwendet haben, sind mit dem Ergebnis zufrieden. Dies hat eine aktuelle Umfrage der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online im Zuge der Kampagne „Natürlich Dämmen“ ergeben.

Ein Großteil der Umfrageteilnehmer (78 Prozent) gab außerdem an, dass zu ihrer Entscheidung vor allem gesundheitliche Aspekte wie weniger Schadstoffe und Chemikalien beigetragen haben. Darüber hinaus war ein verbesserter Hitzeschutz im Sommer für 65 Prozent der Hausbesitzer ein weiterer wichtiger Aspekt.

Allerdings beurteilten rund ein Drittel der Teilnehmer die Anzahl der Handwerker mit dem Fachwissen für Naturdämmstoffe als schlecht. Mit der Beratung selbst waren die meisten jedoch zufrieden. Interessierte Bauherren und Eigenheimbesitzer erhalten unter www.natürlich-dämmen.info Praxistests, Ratgeber und Hintergrundinfos zum Dämmen mit natürlichen Materialien.
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Baubranche: Urteil: Vermieter haftet nicht unbegrenzt für Mieterverletzung

Besteht ein Zusammenhang zwischen einem Mangel an einer Mietsache und einer Verletzung des Mieters, kann der Vermieter für den Schaden haftbar gemacht werden. Allerdings haftet der Vermieter nicht unbegrenzt, entschied das Landgericht Nürnburg-Fürth in einem aktuellen Urteil (AZ 7 S 5872/17).

Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin ihren Vermieter auf 52.000 Euro Schadensersatz und 10.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Bei Einzug hatte sie mitgeteilt, dass ein Rollo im Wohnzimmer nicht einwandfrei funktionierte. Dieses Rollo stürzte 2 Wochen nach Einzug herunter, weswegen die Mieterin sich erschrak und auf der Treppe stürzte.

Das Gericht entschied nun aktuell zugunsten des Vermieters. Zwar müssen Mängel an der Mietsache behoben werden, doch fehlt es in diesem Fall an einem adäquaten Zurechnungszusammenhang. Die Verletzung ist durch eine Überreaktion der Mieterin entstanden und nicht durch den Mangel der Mietsache an sich.
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Guter Rat: Einziehen und Wohlfühlen: 333 Tipps zur ersten eigenen Wohnung

Die erste eigene Wohnung ist für die meisten jungen Leute ein wichtiger Schritt in ein selbstbestimmtes und erwachsenes Leben. Doch mit dem ersten Mietvertrag kommen neben vielen Rechten auch einige Pflichten auf die neuen Anwohner zu. Um eine praktische Hilfe für den ersten Umzug zu bieten, hat Stiftung Warentest nun aktuell einen Ratgeber herausgebracht.

Das Buch „Meine erste eigene Wohnung“ liefert Checklisten für Nervöse, Vergessliche und Unwissende, es erklärt, welche Heizarten es gibt oder welcher Dübel in welcher Wand hält und informiert ebenfalls über Rechtliches. Auch zum Thema Strom sparen, richtig putzen ohne Chemiekeulen oder auch eine Anleitung zum Bau eines Lattenrosts ist hier einiges zu finden.

Immer wieder werden nützliche Tipps und Tricks verraten - wie etwa, erst einmal alle Kartons nicht an den äußeren Wänden zu platzieren, sondern in der Mitte, um ohne Stolperfallen stressfrei einrichten zu können. Das Buch „Meine erste eigene Wohnung“ hat 224 Seiten, kostet 16,90 Euro und kann unter www.test.de/wohnung bestellt werden.
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Marktdaten: Immobilienpreise: Anstieg um 8,3 Prozent im Vorjahresvergleich

Im Vergleich zum 2017 legten die Preise für Immobilien laut Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) im zweiten Quartal weiter zu. Dies hat eine aktuelle Auswertung echter Transaktionsdaten für den Immobilienpreisindex ergeben. Demnach stiegen die Preise um 8,3 Prozent allein im zweiten Quartal. Im ersten Quartal wurde eine Steigerung von 8,8 Prozent festgestellt.

Im Vordergrund stehen nach wie vor Wohnimmobilien, die sich bundesweit um 8,7 Prozent im Vorjahresvergleich verteuerten. Besonders Mehrfamilienhäuser rückten in den Fokus von in- und ausländischen Investoren und legten um 9,7 Prozent zu. In den Großstädten zeigte sich der Trend noch deutlicher: In den Top-7-Metropolen stieg der Wohnimmobilienpreisindex sogar um 10,7 Prozent.

Zwar sei die Nachfrage nach Wohnimmobilien nach wie vor hoch, doch zeige sich laut vdp bereits eine leichte Abflachung der Preisdynamik im Vergleich zum Jahresbeginn 2018. Trotz des hohen Preisniveaus und politisch unsicheren Zeiten sei ein Immobilienkauf in Deutschland nach wie vor ein nachhaltiges Investment.

Quelle: vdp
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Baubranche: Altbau: Vor Immobilienkauf Sanierungskosten kalkulieren

Derzeit befinden sich einige Immobilien aus den 1950er und 1960er Jahren auf dem Markt. Einerseits bieten diese Altbauten im Vergleich zu neu gebauten Häusern große Grundstücke in attraktiven Lagen, jedoch müssen sich die neuen Eigentümer oftmals mit einer veralteten Wärmedämmung und Haustechnik beschäftigen.

Der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) rät daher, sich bei einem Kauf eines Altbaus detailliert mit den Modernisierungskosten zu beschäftigen. Ein Sachverständiger kann hierzu verlässlich Auskunft geben und ebenfalls für die Preisverhandlung wichtige Argumente liefern. In jedem Fall sollten Kaufinteressenten ihre Nachrüstpflichten kennen und einen Kostenüberblick über die notwendigen oder gewünschten Umbauten haben.

Grundsätzlich gilt: Je älter eine Immobilie ist, desto höher liegen die Investitionskosten. Der VPB empfiehlt außerdem, sich nach den Kosten für einen Abbruch zu erkundigen. Je nach Zustand des Hauses lohnt sich ein solcher eher als aufwendige Sanierungsmaßnahmen.

Quelle: VPB
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Energieeffizienz: Heizungsoptimierung: 30 Prozent weniger Stromkosten durch moderne Anlage

Seit 2 Jahren können Hauseigentümer Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Optimierung ihrer Heizungsanlagen beantragen. Bis heute wurden rund 170.000 hocheffiziente Pumpen und 90.000 Maßnahmen zum hydraulischen Abgleich mit einem Gesamtvolumen von ca. 50 Millionen Euro gefördert.

Durch diese Zahlen sieht sich das BAFA bestätigt, das Förderprogramm auch in Zukunft weiterzuführen. Das Thema Heizungsoptimierung ist laut den Initiatoren immer mehr in den Fokus von Immobilienbesitzern und auch Handwerksbetrieben gerückt, da neue Heizungsanlagen im Durchschnitt etwa 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als veraltete Heizsysteme.

Dadurch amortisieren sich die Kosten für eine neue Heizungsanlage laut BAFA innerhalb kürzester Zeit. Aktuell beträgt der Zuschuss für den Austausch von Umwälzpumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs inklusive begleitender Maßnahmen 30 Prozent des Nettorechnungsbetrages.

Quelle: BAFA
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Mieten & Vermieten: Mietspiegel: Nachbarstädte müssen bei Mieterhöhung vergleichbar sein

Das Amtsgericht Darmstadt entschied in einem aktuellen Urteil, dass eine Mieterhöhung mit Bezug auf den Mietspiegel einer Nachbarstadt nur dann ordnungsgemäß ist, wenn die beiden Gemeinden miteinander vergleichbar sind. Eine größere Universitätsstadt sei beispielsweise nicht mit einer Kleinstadt vergleichbar (AZ 303 C 156/17).

Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter einer Wohnung in Griesheim verlangt, dass sein Mieter einer Mieterhöhung zustimmt. Er begründete diese mit Bezug auf den Mietspiegel im angrenzenden Darmstadt, wo insgesamt 155.000 Einwohner leben. Ein eigener Mietspiegel für Griesheim mit 27.000 Einwohnern ist nicht vorhanden. Der Mieter weigerte sich jedoch, die Mieterhöhung zu akzeptieren und argumentierte, dass die beiden Städte aufgrund der Einwohnerzahl nicht miteinander vergleichbar seien.

Das Gericht gab nun aktuell dem Mieter recht und wies die Klage ab. Der aus Darmstadt herangezogene Mietspiegel war nicht für eine Wohnung in Griesheim geeignet. Zwar dürfen sich Vermieter grundsätzlich auf Mietspiegel von Nachbarstädten berufen, jedoch müssen diese in den Bereichen Wirtschaft, Kultur sowie sozialer Infrastruktur miteinander vergleichbar sein.
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